Über uns

„BaKoS – Die Osnabrücker Ballschule e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein. Wir arbeiten in enger Kooperation mit und nach dem Lehrplan der Ballschule Heidelberg, deren Konzept vor fast 20 Jahren von Prof. Roth an der Uni Heidelberg entwickelt wurde und ständig aktualisiert wird.

Unser Ziel ist es, Kindern zwischen 3 und 10 Jahren den Spaß an der Bewegung und am Spielen näherzubringen.

„BaKoS – Die Osnabrücker Ballschule e.V.“ gewährleistet eine professionelle, entwicklungsgerechte Anfängerausbildung in den Ballsportarten und legt den Grundstein für spätere Ballkünstler.

Wir verstehen uns als mobiler Dienstleister für Kindergärten, Schulen und Vereine und bieten unser Balltraining dort vor Ort an.

Das Einzige, was wir benötigen, ist Platz zum Spielen für die Kinder. Die Bälle und das benötigte Material bringen wir mit!

Konzept

Was ist „BaKoS – Die Osnabrücker Ballschule e.V.“?

Ziel von „BaKoS – Die Osnabrücker Ballschule e.V.“ ist es, Kindern und Jugendlichen spielerisch den Spaß am Ballsport und den dazugehörigen Bewegungen zu vermitteln. Dies geschieht je nach Alter in Gruppen mit maximal 8-14 Kindern, damit jedem einzelnen Kind Aufmerksamkeit geschenkt werden kann.

Keine frühe Spezialisierung

Die Kinder sollen viele verschiedene und verschiedenartige und vor allem altersgerechte Bälle wie z.B. Tennisbälle, Fußbälle, Basketbälle, Handbälle etc. erleben, spielerisch die Motorik anhand von diversen Bewegungen und Spielen schulen, ein Ballgefühl entwickeln und Spaß am Sport und der Bewegung finden. Die Kinder sollen bewusst Einblick bekommen in möglichst viele Sportarten, sodass sie in späteren Jahren selbst entscheiden können, was ihnen am Besten liegt bzw. am meisten Spaß macht.

Kleine Gruppen – große Wirkung

Damit die Kinder auch wirklich gefördert werden können, ist es wichtig, dass die Gruppen klein gehalten werden. 8-14 Kinder in einer Gruppe garantieren, dass eine hohe Aufmerksamkeit auf das einzelne Kind gerichtet werden kann. In diesem kleinen Kreis ist es dann auch möglich, auf individuelle Stärken, aber auch Defizite einzugehen und diese auszubauen bzw. abzustellen.

Zitate

„ ... Ich war immer ein bewegliches Kind und wenn ein Ball dabei war, egal was für einer, war ich glücklich. Mittags bin ich aus dem Haus und abends heim, ob Regen oder Schnee war nebensächlich. Ich habe einfach gespielt, wie ich Spaß hatte: mal Tischtennis, dann Basketball oder Handball, also alles was mit Bällen zu tun hatte ...“
(Mehmet Scholl, ehem. Nationalspieler Fußball)

„Die heutige Einbahnstraßen-Ausbildung ist weder kind- noch entwicklungsgerecht. Am Anfang müssen verschiedene Wege und Richtungen aufgezeigt werden.
Das Generalmotto lautet: Vielseitiges Spielen macht den Meister!“
(Heiner Brand, ehem. Nationaltrainer Handball)

„Wir kriegen die jungen Leute, die die Gesellschaft erzeugt – und das sind solche, die nicht wie wir als Buben jeden Tag auf der Schulwiese gespielt haben, bis der Hausmeister uns wegschickte.“
(Uli Hoeneß, 18.11. 1995, Süddeutsche Zeitung)

Hintergrund

Immer mehr Kinder fallen schon im frühen Grundschulalter durch motorische und emotionale Defizite auf. Die motorische Leistungsfähigkeit der Kinder nimmt immer mehr ab. So sind laut aktuellen Studien in Nordrhein-Westfalen1 bei der Einschulung ca. 15 % der Kinder übergewichtig. Diese Zahl steigt bis zum vierten Schuljahr auf 26 % an, was bedeutet, dass jedes vierte Kind übergewichtig ist.

Übergewichtige Kinder haben im Vergleich zu ihren Mitschülern:

  • eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit
  • eine schlechtere Motorik
  • schlechtere Schulnoten in kognitiven Fächern.

Zudem leben übergewichtige Kinder aufgrund eines erhöhten Blutdrucks ungesünder.

In den Studien wurde jedoch auch aufgezeigt, dass die Kinder durch regelmäßige Bewegung ihre Defizite beseitigen und ihre Stärken ausbauen können.


  1. Klasse in Sport 2010

Lösungsansatz

Das Balltraining fördert die Entwicklung der Kinder

Heutiger Lebenswandel unterdrückt Bewegungsdrang

Früher haben sich Kinder auf der Straße zum Spielen und Toben getroffen. Heutzutage nimmt dies immer mehr ab, das Spielen vor Spielekonsolen und Computern beginnt dafür immer früher und nimmt einen immer größeren Raum ein. Dies führt dazu, dass Kinder, die eigentlich von Natur aus einen Bewegungsdrang besitzen, zu Unbeweglichkeit und nicht selten zu Übergewicht neigen, was u.a. psychische Probleme und Vereinsamung nach sich ziehen kann. So liegt die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen aktuellen Studien zufolge etwa 10% unter den Werten von vor 30 Jahren1.

Mit spielerischen Übungen Koordination fördern

An diesem Punkt greift das Konzept von „BaKoS – Die Osnabrücker Ballschule e.V.“ ein: Den Kindern wird der Spaß an der Bewegung in Verbindung mit verschiedenartigen Bällen aufgezeigt. Die Altersspanne von 4 bis 7 Jahren wird allgemein als „goldenes Zeitalter der Kindheit“ bezeichnet, weil es in dieser Zeit „zur Vervollkommnung vielfältiger Bewegungsformen und der Aneignung erster Bewegungsformationen“ kommt2. Eine frühkindliche Förderung kommt neben der motorischen auch der geistigen und emotionalen Entwicklung der Kinder zugute, da koordinative Fähigkeiten mit den kognitiven Fähigkeiten korrelieren (hier speziell mit der Konzentrationsfähigkeit)3.

Konzentration und Gesundheit der Kinder werden gestärkt

Neueste Erkenntnisse ergaben, dass Eltern ihre Kinder im Rahmen eines Interventionsprogramms, in dem in Kindergärten ein spezielles Bewegungs- und Koordinationstraining durchgeführt wurde, als aufmerksamer, konzentrierter und weniger unruhig einschätzten4. Die „Erste deutsche Kinder- und Jugendsportsutudie“5 lässt darauf schließen, dass insbesondere bei Vorschul- und Grundschulkinder motorische Aktivität und die kognitive Entwicklung stark miteinander zusammenhängen.

Für BaKoS - Die Osnabrücker Ballschule e.V. bedeutet dies, dass auffällige Kinder durch entsprechendes Training ruhiger werden können. Kinder profitieren durch die Ballschule nicht nur körperlich, sondern auch geistig!


  1. Bös, K. (2006). Motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen. In W. Schmidt, I. Hartmann-Tews & W. Brettschneider (Hrsg.), Erster Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht (2., unver. Aufl., S. 85-107). Schorndorf: Hofmann.
  2. Everke, J. (2009). CoMiK-Studie, Cognition and Motor activity in Kindergarten; Entwicklung und Evalutation eines Bewegungs-förderungsprogramms zur Verbesserung motorischer und kognitiver Fähigkeiten bei Kindergartenkindern.
  3. Bittmann, F., Gutschow, S., Luther, S., Wessel, N. & Kurths, J. (2005). Über den funktionellen Zusammenhang zwischen posturaler Balanceregulierung und schulischen Leistungen. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 56(10), S. 348-352.
  4. Everke, J. (2009). CoMiK-Studie, Cognition and Motor activity in Kindergarten; Entwicklung und Evalutation eines Bewegungs-förderungsprogramms zur Verbesserung motorischer und kognitiver Fähigkeiten bei Kindergartenkindern.
  5. Schmidt, Hartmann-Tews und Brettschneider, 2003, S. 127ff.)